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Haus und Familienarbeit
ist das Baby da, die Mutter in Elternzeit und der Vater berufstätig, bleibt die Hausarbeit oft an der Frau hängen. Dabei wollen Frauen und Männer die Hausarbeit zu gleichen *Teilen übernehmen.
*neunundsechzig Prozent laut LBS-Familienstudie
Wie Sie eine gerechte Aufgabenverteilung verwirklichen und damit zu mehr Harmonie in der Partnerschaft finden, sagen wir Ihnen im Folgenden:
Wer macht was?
Die gerechte Verteilung der Haus- und Familienarbeit ist Bestandteil einer zufriedenen Paarbeziehung. Die Regelung soll dazu führen, dass sich niemand ausgenutzt oder übervorteilt fühlt.Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sollten Sie darauf achten, dass niemanden eine Arbeit aufgebrummt wird und alle möglichst viel von dem tun, was sie auch gerne tun. Vergessen Sie nicht, ihre Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit des Anderen mit zu teilen.
Wie Sie die Verteilung der Arbeit professionell umsetzen können, haben wir bei Osswald-Huber-Winter abgeschrieben. Dort finden Sie eine ausführlichere Beschreibung mit Beispielen und einer praxistauglichen Werkmappe. Jetzt aber an die Umsetzung der einzelnen Schritte:
- Bestandsaufnahme: Fertigen sie gemeinsam eine Liste aller Arbeiten an (wie Waschen, Finanzen verwalten,Tiere versorgen, Gartenarbeiten, Autowäsche, ...).
- Kopieren Sie die Liste. Verteilen Sie die Liste an alle Beteiligten.
- Schreiben Sie (jeder für sich), Ihren Namen hinter die Arbeiten, die Sie übernehmen.
- Vergleichen Sie die Listen und prüfen sie, ob alle Arbeiten übernommen wurden. Überblick: Schreiben Sie hinter jede von Ihnen übernommene Arbeit, ob Sie diese: a) gut b) nicht so gerne oder c) überhaupt nicht gerne ausführen und mit welcher Häufigkeit (täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich).
- Beurteilung der Arbeiten: Tauschen sie die Listen aus. Die Anderen sollen jetzt Ihre Tätigkeiten beurteilen. So wird deutlich, wo die Einschätzungen unterschiedlich sind. Erfahrungsgemäß klaffen hier die Meinungen auseinander. Suchen Sie nach einer gemeinsamen Lösung.
- Wer macht was: Markieren Sie Arbeiten, die Sie übernehmen wollen rot. Markieren Sie Arbeiten, die Sie abgeben wollen blau.
- Bespechen Sie mit Ihrer Partnerin zuerst die rot markierten Arbeiten, dann die blau markierten.
- Wenn Sie nun die Listen vergleichen sollten alle Arbeiten rot markiert sein.
- Sollte dies nicht so sein, überlegen Sie nicht markierte Arbeiten an auszulagern (Haushaltshilfe, Nachbarschaft).
- Umsetzung: Vereinbaren Sie einen Zeitraum, in dem Sie die Arbeiten nach Liste umsetzen.
- Tauschen Sie sich über die Veränderungen aus und suchen Sie Kompromisse. Auch Job-Rotation kann eine Möglichkeit sein, unangenehme Arbeiten zu erledigen.
- Wenn Sie im Gespräch miteinander bleiben, vermeiden Sie Streit und sind zufriedener.
Checkliste Zeitmanagement - so managen Sie die Haus- und Familienarbeit
- Konzentrieren Sie sich auf die Ergebnisse, nicht auf die Aktivitäten.
- Verschaffen Sie sich regelmäßig einen Überblick und planen Sie Ihre Woche. Ein Familienplaner und eine Pinnwand mit allen Telefonnummern und Infos kann hierbei sehr hilfreich sein.
- Schreiben Sie auf, was am nächsten Tag zu tun ist. Das dauert nicht länger als fünf Minuten und macht Ihren Kopf frei. Nehmen Sie sich Zeit, die Liste am Abendbrottisch mit Ihrer Partnerin zu besprechen.
- Checken Sie monatlich Ihre Finanzen. Sprechen Sie große Anschaffungen ab. Die Führung eines Haushaltsbuch schafft Transparenz und steigert das Vertrauen. Denn bekanntlich sind am Geld schon so manche Ehen gescheitert.
- Verplanen Sie nicht mehr als sechzig Prozent Ihrer Zeit. Nur so können Sie auf Ereignisse reagieren, die nicht eingeplant waren. * Das Wichtigste immer zuerst. Legen Sie fest, was wirklich wichtig ist. Hier eine bewährte Methode.
- Suchen Sie nach Ihren persönlichen Zeitfressern (das was Ihnen die Zeit stiehlt und Sie deshalb wenig erledigt bekommen)
- Üben Sie "nein" zu sagen und zu delegieren. Können Sie Hol- und Bringdienste an jemanden abtreten? Denken Sie an Nachbarn und Jugendliche, die sich mit Babysitting gerne etwas dazu verdienen wollen. * Besorgen Sie sich für den Notfall die Telefonnummer des Studenten - Schnelldienstes!
- Schaffen Sie sich Freiräume zum Auftanken.
- Kochen Sie große Portionen, die Sie dann einfrieren.
- Erstellen Sie einen Nothilfekoffer, falls alles zusammenbricht (Telefonnummern von Großeltern, Babysittern, Schlafgewohnheiten des Kindes, eigene Handynummer, Beschreibung, wie sich das Kind am besten trösten lassen kann).
- Fragen Sie die Paten Ihrer Kinder, ob sie regelmäßig die Kinder nehmen können.
- Lassen Sie sich bei der Zeitplanung von Ihrer Partnerin helfen. Sie kennt Ihre persönlichen Stärken und Schwächen.
(Quelle: Powerpaare von Frankenberger und Nagler-Springmann)
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