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IconErst die Familie, dann der Job

Die Frau von Heute will Beruf, Partnerschaft und Kinder; deshalb braucht sie einen Mann, der sich mit ihr die familiären Aufgaben teilt.

Ein Verzicht auf die Karriere zugunsten von Familie ist bei der meinungsbildenden Schicht der Frauen nicht mehr drin.

Diese Frauen wollen alles: einen Beruf, eine beglückende Partnerschaft und Kinder - und sie brauchen Männer, die genauso in der Lage sind wie sie, die Rollen- und Aufgabenverteilung in der Familie miteinander auszuhandeln, so dass jeder zufrieden ist. So lautet ein Ergebnis der Shell Jugendstudie.

Deloitte betrachtet diese Entwicklung aus der Perspektive der Unternehmen. Die Generation Y, die der Berufsanfänger und Führungskräfte von Morgen, kommt mit ihren Prioritäten diesen Erwartungen entgegen. Die zukünftigen Arbeitnehmer sind mit dem Computer groß geworden und gehen aufgrund ihres Vertrauens in diese Technologie davon aus, jederzeit und überall arbeiten zu können. Sie möchten auch nicht danach bewertet werden, wie und wo sie arbeiten, sondern an ihren Arbeitsergebnissen. Eine "wirkliche Revolution" (und das steht so wörtlich in der Studie) ist aber die Abnahme ihrer Karriere - Ambitionen zugunsten des Wunsches nach mehr Zeit für die Familie.

Unternehmen, die darauf vorbereitet sind, werden den Wettbewerb um qualifizierte Kräfte, den "war for talents", gewinnen. Deloitte weist die Arbeitgeber ausdrücklich darauf hin, dass der Arbeitsmarkt sich zu einem "Verkäufer Markt" entwickeln wird.

Für die "Baby Boomer", das sind die zwischen 1946 und 1964 Geborenen, die heute mehrheitlich Führungspositionen innehaben, ist Arbeit der Anker im Leben. Insbesondere Männer definieren sich (ausschließlich) über ihre Arbeit und können sich vielfach nicht vorstellen, dass Mann das auch anders sehen kann.

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