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IconVäter erziehen anders

Oft war ich sprachlos, mir fehlten die Argumente, wenn es um die Erziehung unserer Kinder ging. Ich hatte das Gefühl, meine Frau kenne die gesamte Ratgeberliteratur und ich reagiere nur aus dem Bauch oder mit meiner Intuition.

(Michael, Vater eines 10 jährigen Sohnes)

Nachfolgend stellen wir Ihnen Erziehungsziele und Erziehungsprinzipien vor. Vergessen Sie jedoch nicht Ihren eigenen Erziehungsstil zu entwickeln. Denn wir alle wissen:

Kinder zu erziehen ist ohnehin zwecklos, weil sie den Eltern alles nachmachen

(Erich Kästner)


Haben Sie Erziehungsziele?

Schon mal über die eigenen Werte nachgedacht? Werte, die Sie Ihren Kindern vermitteln wollen? Testen Sie sich selbst. Und befragen Sie auch Ihre Geschwister und Eltern.

Fragen zu meinen Erziehungszielen:

(Quelle: Oskar Holzberg und Claudia Clasen-Holzbergaus: Kursbuch Familie)


Partnerschaftliche Erziehung

Lernen Sie, Ihre Kinder als Partner auf gleicher Ebene zu behandeln. Diese Forderung stellte Alfred Adler bereits im vorigen Jahrhundert. Vor dem Hintergrund heutiger Familienverhältnisse sind Adlers Erziehungsprinzipien aktuell wie nie. Ein Schüler Adlers schreibt dazu:

Prinzipiell geht es darum, Kindern Partner auf gleicher Ebene zu werden, die Art und Weise ihres Verhaltens zu verstehen und dies, ohne sie zu lenken, ohne die Zügel schleifen zu lassen oder die Kinder an die Kandare zu nehmen.

(Quelle: Rudolf Dreikurs - Kinder fordern uns heraus)

Ein gekürzter Auszug zu den Erziehungsprinzipien:

(Quelle: R. Dreikurs, Kindern fordern uns heraus)


Tipps zu Machtkämpfen

Sicher kennen Sie viele Beispiele aus Ihrem Alltag, wo Sie schneller in einen Machtkampf mit Ihrem Kind verwickelt sind, als Ihnen lieb ist: Der Kampf um die Süßigkeiten an der Kasse, das ins Bett Gehen, das Zähneputzen, das Fernsehen, etc.. Dabei geht es um Macht, um "wer wird gewinnen?".

Gewinnen Sie Abstand und versuchen Sie einen derartigen Konflikt doch einmal anders zu lösen:

(Quelle: Rudolf Dreikurs, Kindern fordern uns heraus)


Tipps zum Umgang mit der Trotzphase

Geben sie nach oder nicht? Wie laut muss ich brüllen, um den Lutscher trotzdem zu bekommen? So oder ähnlich stellen sich Kinder zwischen zwei und vier Jahren gegen das elterliche Nein. Das Kind ist nicht bösartig oder will Sie tyrannisieren, es testet lediglich Grenzen aus und lernt mit diesen umzugehen.

In der Trotzphase schwankt das Kind zwischen dem Gefühl, etwas Eigenes sein zu wollen, und dem Bedürfnis nach Harmonie zu den Eltern. Oft geben Eltern den Wünschen und Forderungen nach, da sie befürchten, dem Kind Schaden zuzufügen oder weil ihnen die Situation peinlich wird.

Nehmen Sie unsere nachfolgenden Tipps als Anregung im Umgang mit der Trotzphase:

(Quelle: Seminar-Handouts von Ute Penzel und Stefanie Keller - Referentinnen zum Thema "Partnerschaftlich-demokratische Erziehung" erreichbar über www.kontrast-ev.de)


Tipps zum Umgang mit pupertierenden Kindern

Kreischende Teenies, verstummte Einzelgänger, verwüstete Wohnungen, Pickel, erste Bartstoppeln, tragische Liebesszenen, ... Mit provokanten Verhaltensweisen testen Heranwachsende die Eltern-Kind-Beziehung. Jetzt erst recht gilt es, Ruhe zu bewahren. Oskar Holzberg schreibt dazu:

Mehr denn je sind Eltern-Tugenden gefordert: Geduld, Flexibilität und Vertrauen. Spätestens in dieser Zeit zahlt sich aus, was Sie Ihrem Kind an Bindung und Sicherheit mitgegeben haben.

Nachfolgende Tipps regen zu mehr Gelassenheit im Umgang mit pubertierenden Kindern an:

(Quelle: Kursbuch Familie von Oskar Holzberg und Claudia Clasen-Holzberg)


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