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Sex während der Schwangerschaft
Mein Liebesleben hat sich nicht beeinträchtigt, da ich mich anderweitig vergnügt habe, aber ihres schon.
Jeder zehnte Mann geht während der Schwangerschaft fremd. Sex in der Schwangerschaft ist mit reichlich Vorurteilen und Mythen belegt. Dabei ist es lediglich anders. Nicht schlechter oder besser, sondern neu un ungewohnt.
Damit Sie nicht aus Sexfrust fremdgehen, lesen Sie nachfolgende Tipps.
Auf der Suche nach der verlorenen Lust
- Überfordern Sie sich nicht. Akzeptieren Sie, dass Sie sich in einer Zeit der tiefen, fürsorglichen Liebe zum Kind und weniger in einer Hoch-Zeit der sexuellen Liebe befinden.
- Genießen Sie die romantischen Stunden zu zweit.
- Zärtlichkeiten stehen in dieser Zeit bei den meisten Paaren im Vordergrund.
- Klären Sie mit Ihrer Partnerin, welchen Stellenwert Sexualität für Sie hat. Teilen Sie mit, was Sie stört, worunter Sie leiden und was Sie stattdessen möchten.
- Stehen Sie zu dem, was Sie wirklich fühlen und teilen Sie es dem anderen mit.
- Seien Sie zärtlich, ohne Gegenleistungen zu erwarten. Eine halbe Stunde Rückenmassage ohne sexuelle Absichten kann Ihre Partnerin und Sie wieder näher zusammenbringen. * Wenn das sexuelle Bedürfnis in der Beziehung unterschiedlich groß ist, haben Sie immer noch die Möglichkeit der Selbstbefriedigung.
- Keine Angst, beim Sexualverkehr die Fruchtblase oder das Kind zu verletzen. Auch die Angst, Infektionen auszulösen und die Gesundheit des Kindes zu gefährden, ist grundsätzlich nicht begründet. * Reden Sie mit anderen Männern über das Thema - viele sind froh, wenn einer mal das Eis bricht und darüber spricht.
- Haben Sie die Befürchtung, Ihre Partnerin könnte Ihre sexuelle Attraktivität verlieren, wenn Sie bei der Geburt dabei sind? Wenn ja, sollten Sie diesem Thema nicht aus dem Weg gehen. Sprechen Sie mit anderen Vätern darüber und vertrauen Sie sich Fachleuten an.
- Die postnatale Wochenbettdepression Ihrer Partnerin hat starke Auswirkungen auf das Lustempfinden. Es hat nichts damit zu tun, Sie zu "strafen" oder Keinen "an sich rankommen" zu lassen.
- In den ersten Wochen der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Brustverspannungen. Diese sind oft schmerzhaft und daher richtige Lusttöter.
- Treten anfangs der Schwangerschaft Blutungen auf, sollten sie Ihre Sexualität einschränken und Rücksprache mit der Hebamme oder der Frauenärztin halten. Dasselbe gilt bei vorzeitigen Wehen, in Verbindung mit einem verkürzten Muttermund.
- Bei wiederholten Fehlgeburten sollte über den Gebrauch von Kondomen oder den Verzicht von penetrierendem Verkehr nachgedacht werden.
- Auch während der Stillzeit ist zu verhüten! Viele glauben immer noch, dass stillende Mütter nicht schwanger werden können.
(Quelle: Väterhandbuch, W. Pudney J. Cottrell)
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